Die Bahlsen Chronik

2014
Bahlsen feiert 125. Geburtstag
Am 1. Juli 2014 wird Bahlsen 125 Jahre alt. Im Oktober 2014 wird das Jubiläum offiziell gefeiert. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens sind alle über 2.500 Mitarbeiter aus der ganzen Welt nach Hannover ins HCC eingeladen, um diesen Anlass gemeinsam einen Tag lang zu begehen. Am Vorabend fand bereits ein großer Festakt mit 400 geladenen Gästen im Kuppelsaal statt.
2012
Innovation im Süßgebäckmarkt
Mit Leibniz Choco Crunchy bringt die Marke Leibniz eine einzigartige Gebäckinnovation auf den Markt. Die Verbindung von knackigem Keks mit knusprigen Flakes und leckerer Vollmilchschokolade weckt die Probierlust aller Keksfans. 
2011
Werk Barsinghausen: Fabrik des Jahres
Das Bahlsen Werk Barsinghausen gewinnt bei dem Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres 2011 – Global Excellence in Operations“ den Preis der Kategorie „Hervorragende Standortentwicklung“. Der von der Wirtschaftszeitung „Produktion“ und der Unternehmensberatung A.T. Kearney seit 1992 vergebene Preis gilt als der härteste Benchmark-Wettbewerb für die verarbeitende Industrie.
2009
Bahlsen feiert 120-jähriges Bestehen
Bahlsen feiert seinen 120. Geburtstag und begeht das Jubiläum mit einem großen Festakt. 
2007
Süßes Snacken
Bahlsen bringt zwei Neuheiten im Bereich Snacking auf den Markt: Bahlsen Crispini, eine Kombination aus knusprigem Keks, leckeren Crispies und zartschmelzender Schokolade, und Leibniz Erdnuss Spaß, karamellisierte Erdnüsse auf knackigem Leibniz Keks. Beide Produkte werden als die erfolgreichsten Innovationen im Süßgebäckmarkt ausgezeichnet.
2005
Kuchen aus Varel
Bahlsen verlagert seine Kuchenproduktion vom Standort Oldenburg ins benachbarte Werk Varel. Die neu integrierte Kuchenanlage setzt durch innovative Technik Maßstäbe.
2002
Neue Markenstrategie
Auf der ISM in Köln, der weltweit größten Fachmesse der Süßwarenbranche, stellt Bahlsen seine neue Markenstrategie vor: Zukünftig prägen nur noch zwei Dachmarken, Bahlsen und Leibniz, den internationalen Auftritt. Klar positioniert und mit neuem Design steht Bahlsen für die tägliche Verwöhnung, Leibniz ist die Marke für den kleinen Hunger zwischendurch. 
2000
Bahlsen Stammhaus wird Konzernzentrale
Das Bahlsen Stammhaus in der Podbielskistraße 11 in Hannover wird wieder Konzernzentrale der Bahlsen-Gruppe. Umfangreiche Umbauarbeiten machen aus dem unter Denkmalschutz stehenden, traditionsreichen Bau ein modern ausgestattetes Bürogebäude. 
1999
Einführung von PiCK UP!
In Deutschland, Österreich und Frankreich bringt Bahlsen den Keksriegel Leibniz PiCK UP! auf den Markt und steigt damit erfolgreich in den Riegelmarkt ein.

Entstehung drei neuer Gesellschaften

Die 1993 begonnene Trennung von Süß- und Snack-Geschäft führt zu drei neuen, unabhängigen Gesellschaften: Bahlsen (Süßgebäck), Lorenz (Snack-Produkte) und eine dritte Gesellschaft, in der die Marken Kelly und Wernli, Immobilien und Finanzdienstleistungsgeschäfte zusammengefasst werden.

Bahlsen stellt sich moralischer Verantwortung

Auch Bahlsen beschäftigte in den Kriegsjahren Fremd- und Zwangsarbeiter. Sie arbeiteten unter gleichen Bedingungen und erhielten dieselben Löhne und Sozialleistungen wie ihre deutschen Kollegen. Dennoch sieht sich das Unternehmen in einer moralischen Verpflichtung und tritt der „Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter in Deutschland in der Zeit des zweiten Weltkrieges“ bei. 
1996
Neuausrichtung des Unternehmens
Hermann Bahlsen scheidet aus dem Unternehmen aus und übernimmt sämtliche Anteile der bisherigen Tochtergesellschaft „Austin Quality Foods“, Cary /Noth Carolina. 
1995
Neuer Name und Firmenübernahme
Umbenennung der „H. Bahlsens Keksfabrik KG“ in „Bahlsen KG“. Übernahme der Gebäcksparte der Firma „Brandt“, sowie deren Tochterfirma „Gottena“. Ab 1997 wird die „Gottena Keks- und Waffelfabrik GmbH & Co. KG“ in Schneverdingen (Niedersachsen) als eigenständiges Unternehmen geführt. 
1994
Erwerb eines Traditionsunternehmens
Erwerb des mehr als 90 Jahre alten Familienunternehmens St. Michel, Frankreich, das Kekse und Kuchen produziert. St. Michel wird als nationale Marke für bretonische Keks- und Kuchenspezialitäten weitergeführt.
1993
Umstrukturierung der Bahlsen-Gruppe
Das Snack-Geschäft wird vom Kerngeschäft Süß getrennt und zukünftig eigenständig bearbeitet. Für Süß und Snacks entstehen eigenständige operative Verwaltungs- und Vertriebssgesellschaften.

Bahlsen expandiert in Russland und Polen

Die polnische Firma Lajkonik Snacks S.A. in Skawina wird mit rund 1.100 Mitarbeitern übernommen. Damit ist Bahlsen in Polen jetzt auch mit der nationalen Marke Lajkonik (heute: Krakuski) vertreten. 
1992
Neues Warenverteilzentrum
Inbetriebnahme des neuen Warenverteilzentrums in Langenhagen bei Hannover. Über 100 Mitarbeiter sorgen für eine reibungslose Logistik. Außerdem wird die polnische Firma Unimarex erworben und später in Bahlsen Poznan umbenannt. 
1989
Bahlsen feiert 100. Geburtstag
Bahlsen feiert seinen 100. Geburtstag und kann auf eine bewegte und erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Zum Jubiläum bringt Bahlsen „Jubilée“, eine Mischung allerfeinster Gebäcke auf den Markt. 
1987
Auslagerung der Produktion
Aus dem „Werk 1“ in Hannover, der ältesten Fabrik des Unternehmens, wird die Produktion aus Platzmangel ins Werk Barsinghausen (bei Hannover) ausgelagert.
1980
Produktion in Amerika
Beginn der Produktion in Amerika durch Erwerb der „Austin Quality Foods Company“ in Cary/North Carolina. Die Bahlsen-Gruppe beschäftigt jetzt rund 11.200 Mitarbeiter. 
1975
Die dritte Generation
Werner Michael Bahlsen (geb. 1949), der Sohn von Werner Bahlsen, tritt in das Unternehmen ein. Er startet seine Laufbahn im Unternehmen bei der Bahlsen International Holding in der Schweiz. 
1974
Neue Hauptverwaltung
Die Produktion im Ausland weitet sich durch die Übernahme der „Ouleway/Wernli“-Gruppe in der Schweiz und dem Produktionsbeginn im Bahlsen-Werk in Noyon/Frankreich aus. Die neue Hauptverwaltung in Hannover, Podbielskistrasse 289, wird bezogen. 
1972
Weitere Firmengründungen
Bahlsen erreicht eine Mehrheitsbeteiligung bei „Products Loste SA“ in Spanien und gründet eine weitere Vertriebsgesellschaft in England. 
1969
Bahlsen Belgien wird gegründet
Mit nur vier Mitarbeitern wird eine Vertriebsgesellschaft in Belgien gegründet. Zunächst konzentriert man sich auf den Raum Brüssel. Später wird der Vertrieb auf das ganze Land ausgedehnt.
1968
Firmenübernahme
Bahlsen übernimmt die „Gubor Schokoladenfabrik“ im Schwarzwald. Sie gehört bis 1991 zur Bahlsen-Gruppe und wird dann an den US-Konzern Hershey’s verkauft. 
1967
Eröffnung Werk Berlin
Im neuen Bahlsen Werk in Berlin wird mit der Produktion begonnen. Außerdem werden „Bahlsen of North America“ und die Vertriebsgesellschaften in Luxemburg und den Niederlanden gegründet.
1966
Bahlsen backt Kuchen
Durch die Übernahme der „Kuchenfabrik Brokat“ in Oldenburg entsteht mit der eigenen Produktion von Kuchen ein neuer Geschäftsbereich. Mittlerweile beschäftigt Bahlsen insgesamt 7.000 Mitarbeiter.
1964
Bahlsen macht Kartoffelchips
Durch Mehrheitsbeteiligung an der Firma Flessner in Neu-Isenburg (95 Prozent) weitet Bahlsen das Knabbersortiment auf Kartoffelchips aus. 1994 gehören der Bahlsen-Gruppe 100 Prozent der Firma Flessner.
1963
Eröffnung Werk Varel
Das Werk Varel wird eröffnet und beginnt mit der Produktion von Feingebäck.
1962
Bahlsen in Österreich
Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Österreich. Wegen strenger Importbestimmungen können nur Kleinsendungen nach Österreich verschickt werden. Größere Lieferungen müssen in mehrere Einzelsendungen unterteilt werden.
1960
Bahlsen wird international
Gründung der „Bahlsen France“ und „Bahlsen Italia“ als erste eigene Bahlsen-Vertriebsgesellschaften im Ausland. Mit zunächst geringem Personalaufwand wird der französische und italienische Markt erschlossen. 
1957
Eröffnung „Werk Barsinghausen“
Im neuen Bahlsen Werk in Barsinghausen bei Hannover wird mit der Produktion von Salzletten begonnen. 
1956
Erste thermoplastische Steifpackung
Hermann Bahlsen (geb. 1927), der Sohn von Hans Bahlsen, tritt in die Firma ein. Gleichzeitig kommt die erste thermoplastische Steifpackung – eine verschweißte Aluminiumfolie – auf den Markt. Bahlsen exportiert mittlerweile in 74 Länder. 
1952
Export nach Amerika
Unter der Leitung von Werner Bahlsen beginnt das Unternehmen mit dem Export von Produkten nach Amerika. 
1950
Hohe Qualitätsstandards
Zur Wahrung der hohen Qualitätsstandards werden bei Bahlsen eigene physikalische und chemische Labors eingerichtet. Außerdem erhält Bahlsen eine Exportgenehmigung. Die erste Auslieferung geht in die Schweiz.
1945
Wiederaufbau nach Kriegsende
Mit Ende des Krieges sind 60 Prozent der Fabrik und fast alle Auslieferungslager zerstört. Am 24. April erteilen die Alliierten die Erlaubnis zum Wiederbeginn der Arbeit. 
1939
Ausbruch des zweiten Weltkriegs
Die Lebensmittel werden rationiert, die Rohstoffe knapp. Viele Arbeitskräfte werden zur Wehrmacht eingezogen, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit eingestellt. Die Produktionsliste wird auf elf Artikel reduziert. Notverpflegung für die Wehrmacht und Knäckebrot werden in die Produktpalette aufgenommen.
1933
Einführung der Express-Dose
Die Express-Dose wird ein Verkaufsschlager für ein Vierteljahrhundert. Von der Dose (ein Pfund Kekse für eine Reichsmark) werden in einem Jahr vier Millionen Exemplare verkauft. Bei Bahlsen sind nun 1.400 Mitarbeiter beschäftigt, von denen 450 angestellte und 950 gewerbliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind. 
1919
Trauer und Nachfolge
Am 6. November stirbt der Unternehmensgründer Hermann Bahlsen. Nachfolger wird sein ältester Sohn Hans Bahlsen (1901-1959), der vor allem für die technische Entwicklung zuständig ist. Im Jahr 1922 folgt ihm sein Bruder Werner (1904-1985), im Jahr 1930 sein Bruder Klaus (1908-1991) in die Unternehmensführung. 
1918
Rohstoffmangel bei Kriegsende
Bei Kriegsende kommt die Produktion infolge Rohstoffmangels fast völlig zum Erliegen. Von den 25 Öfen läuft nur noch eine Anlage. 
1917
Modell der TET-Stadt
Das Modell der TET-Stadt, ein Fabrikkomplex als architektonisches Kunstwerk mit Wohn-, Bildungs- und Erholungsraum, wird vorgestellt. Der weitere Verlauf des Krieges verhindert jedoch die Ausführung der Entwürfe des Planers Bernhard Hoetger. 
1912
Aus der Cakesfabrik wird Keksfabrik
Das Unternehmen wird in „H. Bahlsen Keksfabrik“ umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt werden bereits etwa 12 Millionen „TET-Pakete“ jährlich verkauft. Im gleichen Jahr erscheint erstmals die Mitarbeiterzeitschrift „Leibniz-Blätter“.   
1911
Jahr der Veränderung
Hermann Bahlsen deutscht das englische Wort „Cakes“ in „Keks“ ein. Wenige Jahre später wird die Schreibweise offiziell anerkannt und der „Keks“ in den Duden aufgenommen. Das neue Fabrikgebäude an der Lister Straße und der Verwaltungsbau an der Podbielskistraße in Hannover werden bezogen. Bauplastiken, Bilder, Skulpturen und Ornamente sorgen für eine harmonische Arbeitsatmosphäre. Zahlreiche soziale Einrichtungen entstehen. 
1906
Neue Produkte
Die Produkte „Noch eine“ und „ABC Russisch Brot“ werden eingeführt. 
1905
Erstes Fließband in Europa
Bahlsen führt neben der ersten Lochkarte auch die erste Fließförderanlage Europas ein. Acht Jahre bevor Henry Ford sie in der Automobilmontage einsetzte. 
1904
Einführung der TET-Packung
Die staub- und feuchtigkeitsfeste TET-Packung kommt auf den Markt. Das TET-Zeichen mit dem Oval, der Schlange, dem Halbkreis und den drei Punkten wird eigentlich „dschet“ ausgesprochen, aber zu „TET“ vereinfacht. Es ist von einer altägyptischen Hieroglyphe abgeleitet und bedeutet „ewig dauernd“. Die TET-Packung ist als erste Kartonverpackung in der Lage, den Keks dauerhaft frisch zu halten.
1898
Leuchtreklame für Leibniz Cakes
Als zweite Leuchtreklame in Deutschland überhaupt, erscheint in Berlin über dem Potsdamer Platz die Leuchtreklame für den Leibniz Cakes.
1896
Niedersachsen-Pferd wird Fabrikzeichen
Das springende Niedersachen-Pferd wird als Fabrikzeichen eingetragen. Das Unternehmen expandiert weiter und richtet in Berlin ein Büro ein, dem 1898 ein Auslieferungslager folgt. Bis 1914 entstehen in allen großen deutschen Städten weitere Auslieferungslager.
1893
Goldmedaille bei Weltausstellung in Chicago
Die Firma zählt 100 Mitarbeiter. Bei der Weltausstellung in Chicago erhält Bahlsen für den „Leibniz Cakes“ die Goldmedaille. Die offizielle Begründung der Jury: „Leibniz Cakes wird in ähnlicher Form von der Konkurrenz unter anderem Namen nachgemacht; der feine Butter-Geschmack ist indes nur diesem Fabrikate eigen.“
1891
Geburt des Leibniz Cakes
Hermann Bahlsen bringt den Leibniz Cakes auf den Markt. Da es allgemein üblich ist, Nahrungsmittel nach bekannten Persönlichkeiten zu benennen, gibt er seinem Butterkeks den Namen des bekannten Einwohners Hannovers, Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)
1889
Unternehmensgründung
Hermann Bahlsen (1859-1919) übernimmt am 1. Juli das „Fabrikgeschäft engl. Cakes und Biscuits“ von H. Schmuckler in der Friesenstraße in Hannover. Er nennt seine Firma „Hannoversche Cakesfabrik H. Bahlsen“. Zehn Mitarbeiter werden beschäftigt.